Pressehütte Mutlangen

 

Den Erwin-Rommel-Kult beenden!

In der Region Heidenheim, Aalen, Schwäbisch-Gmünd gibt es noch immer viel Bewunderung für Erwin Rommel, den "Lieblingsgeneral" Adolf Hitlers. Noch immer sind Straßen nach ihm benannte, und es gibt das Rommel-Denkmal in Heidenheim. Erwin Rommel hat hat mit seinen Männern unsere Europäischen Nachbarn überfallen. Er hat Tod und Verderben nach Nordafrika gebracht. Er war die meiste Zeit seines Lebens ein eifriger Verehrer Adolf Hitlers.

VORTRAG: „Projektionsfigur Erwin Rommel: Ist Hitlers Lieblingsgeneral traditionswürdig?“ Vortrag von Dr. Wolfgang Proske am Montag, 14.10.2019, 19 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Friedhofstraße 5, Aalen.  Veranstalter: Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. RAG Ostwürttemberg“, Evangelische Kirchengemeinde Aalen, Evangelische Erwachsenenbildung Ostalb, Katholische Erwachsenenbildung Ostalbkreis, DGB Kreisverband Ostalb, IG Metall Aalen, Stolperstein-Initiative Aalen. | Um kaum eine andere Person der NS-Geschichte ranken sich derart hartnäckige Mythen wie um Hitlers „Lieblingsgeneral“ Erwin Rommel. Vom „Wüstenfuchs“ und Kriegshelden der NS-Propaganda über den „Nur-Soldaten“ und Exponenten der „sauberen Wehrmacht“ bis hin zu Rommels angeblicher Zugehörigkeit zum Widerstand des 20. Juli verschoben sich im Laufe der Zeit die Legenden – Mythen, die mehr über die Zeitumstände und Interessen ihrer Urheber und Vertreter verraten als über ihre Projektionsfläche. Doch was davon kann dem nüchternen Blick der Geschichtswissenschaft standhalten? Wie eng war das Verhältnis Erwin Rommels zu Adolf Hitler? Wie „ritterlich“ war der Krieg in Nordafrika tatsächlich? Was hätte ein Sieg Rommels in Nordafrika für die dort und in Palästina lebenden Juden bedeutet? Wie verstrickt war Rommel in Kriegsverbrechen in Italien? Kann man von Rommel als „Widerständler“ sprechen? Der renommierte Historiker und Rommel-Forscher Dr. Wolfgang Proske wird diesen Fragen nachgehen und den Stand der historischen Erkenntnisse über Erwin Rommel darlegen. Dr. Proske ist u.a. Herausgeber der 10-bändigen Buchreihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ über NS-Belastete aus dem heutigen Baden-Württemberg, für die er am 19.10.2019 mit dem Rahel-Straus-Preis ausgezeichnet werden wird. Die Veranstalter möchten mit dieser Vortragsveranstaltung zur Versachlichung der Debatte um die Umbenennung der Aalener Erwin-Rommel-Straße beitragen.

 

 

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