Pressehütte Mutlangen


GESELLSCHAFT DER MILITÄRFREUNDE
- Sektion Ostwürttemberg -

Unsere Kritik: Die Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) setzen - obwohl wir zwei Weltkriege verloren haben - weiterhin auf Militär, Rüstung und Krieg. Hat man die zahlreichen Opfer und die hohen Kosten der Kriege vergessen. Weiß man nicht, dass es intelligentere, nachhaltigere und preiswertere Methoden gibt, mit denen man internationale Konflikte regeln kann? Warum diese unbelehrbare Begeisterung für Rüstung, Militär und Krieg?

GSP-Sektion Ostwürttemberg - Sektionsleiter Gerhard Ziegelbauer, Karl-Stirner-Straße 16, 73479 Ellwangen, Telefon 07961 / 55567, mail Gerhard.Blitz@web.de

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Artikel in der Schwäbischen Post, 27.01.2018, Autor Eugen Fallenbüchel: Zwei-Sterne-General in der Reinhardt-Kaserne | Generalmajor Markus Laubenthal referiert über die Führung im multinationalen Umfeld.
Ellwangen. Die Freude über seinen gelungenen Coup stand Gerhard Ziegelbauer von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), Sektion Ostwürttemberg, deutlich ins Gesicht geschrieben, als er seinen prominenten Gast, Zwei-Sterne-General Markus Laubenthal, im Olga-Saal der Ellwanger Reinhardt-Kaserne, begrüßen konnte. Im vergangenen Jahr hatte er den Generalmajor für einen Vortrag im Rahmen der "Ellwanger Wintergespräche" angefragt und prompt dessen Zusage erhalten. O-Ton des Generals: "Wir müssen als Bundeswehr gerade auch in die Ecken, wo keine Truppen mehr sind." Ein strammes Ehrenspalier der Bürgergarde Ellwangen begrüßte die zahlreichen Gäste, gut 100 waren der Einladung gefolgt. Unter ihnen CDU-Landtagsabgeordneter Winfried Mack, Vertreter der Kommunalpolitik und natürlich zahlreiche Angehörige der Bundeswehr. Sichtlich erfreut zeigte sich Hausherr Wolfgang Banek, der Leiter des Bundessprachenamtes, Sprachenzentrum Süd, über die große Resonanz der Veranstaltung. Wie gut Marschmusik und Bundeswehr zusammengehen, bewiesen Wendelin Dauser und das Ensemble des Jugendblasorchesters Ellwangen bereits zum Auftakt mit der Marschpolka "Jubiläumsklänge". Militärisch knapp reflektierte Gerhard Ziegelbauer für seinen Gast die Geschichte des ältesten Bundeswehrstandortes in Baden-Württemberg als Standort einer Panzerbrigade beziehungsweise eines Transportbataillons und derzeit als Einrichtung des Bundessprachenamtes mit wichtiger Nahtstellenfunktion. Generalmajor Markus Laubenthal ist Kommandeur der Ersten Panzerdivision Oldenburg. Als Chef eines von zwei mechanisierten Großverbänden des Heeres, der die Panzerlehrbrigade 9, die Panzerbrigade 21, die Panzergrenadierbrigade 41, die niederländische 43. Mechanisierte Brigade und weitere Divisionstruppen angehören, hat er Personalhoheit über 20 000 Soldaten und Soldatinnen. Wesentliche Aufgabenstellungen der Ersten Panzerdivision sind die Planung und Vorbereitung von Einsätzen im Rahmen der Bündnis- und Landesverteidigung. Die Division ist verantwortlich für Einsätze des Heeres in Afghanistan sowie bei der Ausbildungsunterstützung im Nord-Irak und in Somalia. Außerdem stellt sie Personal für multinationale Stäbe beziehungsweise multinationale Aufgaben im Einsatzfall und ist Leitdivision im Hinblick auf die Planung, Aufstellung und Ausbildung bei der sogenannten "Speerspitze der NATO". Wer einen militärisch-steifen Sachvortrag befürchtet hatte, wurde angenehm enttäuscht. Eloquent, in der Sache informativ, in den Aussagen jedoch klar und prägnant, zog der General Bilanz zur aktuellen Situation der Bundeswehr. Er zeigte das komplexe Aufgabenspektrum der Ersten Panzerdivision auf. Ausführlich beleuchtete er die Facetten multinationaler Zusammenarbeit. Dabei hob er explizit auf die wichtige Schnittstellenfunktion des Bundessprachenamtes ab. Eine Zusammenarbeit in multinationalen Stäben, ist ohne umfassende Fremdsprachkenntnisse undenkbar. Mit seinen Ausführungen zu „mandierten“ Einsätzen, zum Beispiel als "Speerspitze der Nato" sowie zur Führung im multinationalen Umfeld aus Sicht eines Truppenführers rundete er seinen Sachvortrag ab. Interessante Einblicke in den Lebensalltag eines Divisionskommandeurs gewannen die Zuhörer bei den Ausführungen über logistische Problemstellungen bei der Verlegung großer Militärverbände. Deutlich bezog General Laubenthal Stellung zu den Schlagzeilen des vergangenen Jahres in Sachen „Einsatzfähigkeit der Bundeswehr". Eine Problematik, so der General, die zu einem Gutteil den veränderten Aufgabenstellungen nach Beendigung des "Kalten Krieges" geschuldet sei und deren unmittelbare Folgen mit finanziellen Mitteln allein auf die Schnelle nicht zu beheben seien. Ein weiteres Augenmerk galt den veränderten Rahmenbedingungen nach Abschaffung der Wehrpflicht. Geduldig stellte sich der General den Fragen seiner Zuhörer, bevor er den Rückzug zum Neujahrsempfang der GSP antrat. Stimmungsvoller Abschluss des Vortrags das gemeinsam gesungene "Lied der Deutschen", die Nationalhymne. Foto: Generalmajor Markus Laubenthal und Gerhard Ziegelbauer von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik. Foto: ete

 

 

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